WEIBLICH WERBEN im WEB

Die Frage der Authentizität

In Social Media on 6. März 2010 at 10:36

Vielleicht geht es ja nur solchen – von zu langer Beschäftigung mit Werbung – versifften Hirnen wie meinem so? Ich empfinde die zwischen „Kundendialog“ und „Wie ermittelt man hier mal rasch den RoI“ changierende Diskussion zunehmend als heuchlerisch. Unterschwellig denke ich bei manchen Blog-Beiträgen von Leuten, die ich nicht persönlich kenne: Ist das jetzt bezahlt? Nehmen wir dieses Beispiel von Indiskretion Ehrensache. Direkt gefragt, Herr Knüwer: Sollte bei dem Lob für den twitter-Einsatz eines Drogeriemarktes aus dem Jahr 2009 in Print das kleine Wort „Anzeige“ drüber stehen? Und entwickeln Communities ohne Bezug zur Branche ein ähnliches Misstrauen – und zwar nicht erst seit dem Blogger-Testimonials-Reinfall der Süddeutschen mit ihren Apps? Mein Verdacht: Müssen wir uns eventuell für Werbung im Web 2.0 wirklich neue Wege ausdenken, um authentische Begeisterung zu generieren? Wie soll das konkret aussehen? Mensch, was weiß ich. Ehrlichkeit ist auf jeden Fall ein Anfang. Ich wette, die ersten hundert Markenartikler, die ihre Tweets mit „Und nun zur Werbung“ oder ihre Status-Aktualisierungen mit „Produktneuheit – nur für Interessierte“ überschreiben, gewinnen mehr als nur einen Blumentopf.

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