WEIBLICH WERBEN im WEB

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Schmerzmittel-Werbung…

In Werbung, What's cool on 25. August 2010 at 13:12

mal anders. Zum Beispiel, indem man sich darüber lustig macht, wie lange Männer brauchen, um auf körperliche Signale (naja, eines mal ausgenommen) zu achten:

Adsoftheworld, über Agadugu. Zum Vergrößern auf das Bild klicken.

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Sex sells?

In Frauen, Werbung on 16. August 2010 at 12:39

Auf der Startseite der GAZETTE finden wir in dieser Woche (als Illu-Teaser für den Themenschwerpunkt der nächsten Ausgabe) eine Anzeige der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM), auf der eine verhüllte Gestalt neben einen blauen Müllsack platziert wird:

Unterdrückte Frauen werden leicht übersehen“ lautet der Text. Sind also all die Damen, die aktuell für Cover-Shootings der darbenden Print-Branche die Hüllen fallen lassen (letzte Woche wies mediaclinique auf den entsprechenden Artikel bei Fox News hin), nicht unterdrückt – weil sie kaum zu übersehen sind, am Kiosk zumindest? Ich frage ja nur.

Excellence und High Heels

In Bisschen Spass muss sein, Feminismus, Frauen on 10. August 2010 at 16:42

Obama hat einmal – ich glaube, in seiner „Krönungsrede“ – gesagt, seine Frau Michelle könne alles, was er kann, nur bei Bedarf eben auch rückwärts und auf Stöckelschuhen. Daran dachte ich, als John Mark uns auf fb dieses Video empfahl:

Ja, und Blondinenwitze sind auch irgendwie aus der Mode gekommen.

Über die Dummheit der Algorithmen

In Feminismus on 7. August 2010 at 13:08

Auf den letzten Beitrag, den mit dem Titel „Die Kundschaft „erziehen“, geht das?“  klickte jemand von einer Free-Porn-Site. Hä?, dachte ich, bis mir einfiel: Ja, klar, eine Domina „erzieht“ den Kunden auch… Andererseits hatte ich mein erstes Blog TÄGLICH SEX MINUTEN DEUTSCHLAND genannt – in der Hoffnung, dass mir der Algorithmus ein paar Irrläufer verschaffen würde, die dann als Leser hängenbleiben. Weit gefehlt, denn im Web sollte man immer mit dem zwischen Sexbesessenheit und Prüderie changierenden amerikanischen Puritanismus rechnen, dem auch junge, coole, mutmaßlich männliche Algorithmen-Schreiber unterliegen – die haben den Titel schon wegen der Headline weggefiltert und mir so wahrscheinlich eher w e n i g e r als mehr Leser verschafft. Allerdings in der Suchfunktion auch so lustige Fragen wie „Wollen deutsche Frauen Sex vor dem Frühstück?“. Hä? Wer will sowas wissen? Ich finde es immerhin spannend, die Auswirkungen meiner Anfängerfehler am – im übertragenen Sinn – eigenen Leib zu erleben, und ein Beispiel aus dem persönlichen Erfahrungsbereich sagt im Workshop allemal mehr als viele langatmige Erklärungen, wie man seinen Webauftritt optimiert. Eins ist sicher: Man muss immer mit der Dummheit der Algorithmen(-schreiber) rechnen. Und: Nichts geht über denkerische Eigenleistung.

Nachtrag: Wzbw. So niedlich – wordpress versteht diesen Eintrag als Kommentar, was einerseits irgendwie schon richtig ist, andererseits eben nicht, weil der Eintrag a) von der Erstellerin des Eintrags stammt, auf den Bezug genommen wird, und b) über einen reinen Kommentar hinausgeht. Und: Soll ich den „Kommentar“ jetzt „zulassen“, „moderieren“ oder was? Das alles kann der Algorithmus nicht ahnen…

Die Kundschaft „erziehen“, geht das?

In Kreativität, Neue Wege, Werbung on 6. August 2010 at 11:19

Das Web hat mein Arbeitsleben verändert. Über die Jahre trägt die soziale Interaktion Früchte, Ideen jagen einander, Kontakte vertiefen sich, Gespräche werden interessanter. Außer, wenn es um … Print geht. Print ist nach wie vor meine Lieblings-Disziplin u n d die Quelle meiner größten Frustrationen. Da steht die Zeit still. Da passiert immer noch das:


Für bessere Lesbarkeit auf das Pic (über lead/marke klicken.) Und Ralf Schwartz zitiert an gleicher Stelle den guten alten Henry Ford: „If I had asked people what they wanted, they would have said faster horses“. Oder, wie Watzlawick es formulieren würde: „Mehr des Selben“ ist ein sicherer Garant für Misserfolg. Aber erzähl das mal den Kunden. Sie haben Angst. Sie trauen sich nicht, vom „Das haben wir aber immer so gemacht“ abzuweichen. Der Umerziehungs-Prozess hat in Print gerade erst begonnen, und in den entsprechenden Abteilungen sitzen anscheinend die Schwererziehbaren. Da gibt es kleine Fortschritte und große Rückschläge: Sie verändern ein Konzept bis zur Unkenntlichkeit und wundern sich dann, dass derlei Halbherzigkeit keinen totalen Image-Shift, kein veritables Abverkaufswunder generiert. Ist doch ein Jammer. Soll man jetzt Mitleid haben und es weiter versuchen? Oder sie aussterben lassen, wie die Dinosaurier?

Reden wir über Tampons. (Ach nee, bloß nicht…)

In Feminismus, Frauen, Kreativität, Neue Wege, Social Networking on 2. August 2010 at 10:36

Dass der Community-Gedanke die Print-Anzeige schlagen kann, was den Abverkauf angeht, haben wir begriffen. Gerade bei dreizehnjährigen Mädchen hat zum Beispiel Procter & Gamble leichtes Spiel. Diese Zielgruppe ist mit Content wie Celebs, Tieren und allem, was die weiland BRAVO schon immer zu bieten hatte, gut bedient. Und wenn man jetzt, nur mal als Idee, auf so einer Plattform dreizehnjährigen Mädchen erzählen würde, wo ihre Turnschuhe herkommen, die Gleichaltrige in fernen und nicht so fernen Ländern für 1 Dollar 36 am Tag zusammenkleben? Oder die stonewashed Jeans, die in unter gesundheitgefährdenen Bedingungen auf used getrimmt werden? Oder wenn man hier einen Wettbewerb für die besten BP-Adbustings ausschriebe? Wie gesagt, nur so eine Idee.

Von AdAge. PS. Wenn es den Dislike-Button schon geben würde, bekäme dieser Beitrag wohl ordentlich Votes.

PPS. Von wordpress gibt’s einen. Mal sehen, ob ich den installieren kann.


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