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Von „unten“ lernen. Nein, ernsthaft.

In Bisschen Spass muss sein, Neue Wege, Social Media on 28. November 2010 at 12:14

Unlängst kommentierte ich auf facebook einen lustigen selbstrückbezüglichen Orthographie-Patzer im Posting einer großen Organisation. Und wie viele große Organisationen reagierte die absolut humorlos: Der Beitrag verschwand (samt meinem – wirklich nicht böse gemeinten – Kommentar) und stand am nächsten Tag korrigiert herum, als wäre nichts gewesen (*pfeif, Nägel polier*). So viel Humorlosigkeit ist einerseits natürlich auch wieder lustig. Und andererseits ein höchst anschauliches Beispiel für den Unterschied zwischen hierarchischer und heterarchischer Kommunikation, wie ihn Prof. Kruse hier erklärt:

Via Gunnarsohn, der sich fragt, ob deutsche Unternehmen momentan überhaupt schon in der Lage sind, soziale Netzwerke anders als hierarchisch zu nutzen. Mein Fazit: Der Weg ist noch weit. Going digital ist nicht das Problem, Leute. Top-down-Reaktionen, und seien sie noch so „harmlos“ (wobei der aufmerksame Beobachter, ganz ohne Wertung, schlicht „offene“ oder eben „nicht offene“ Kommunikation registriert), verweisen dagegen i m m e r auf noch zu Lernendes.

Nachtrag: Bella figura im Umgang mit unvorhergesehenen, nicht steuerbaren Reaktionen auf eine facebook-Aktion macht übrigens – für mich überraschend, so viel zu Vorurteilen – der Otto-Versand: offene Kommunikation u n d humorvolle Utilisierung. Chapeau.

Update 1. Dezember: Und Lernfähigkeit (siehe dort den Eintrag vom 26. Nov.) macht mich auch an.

Feminismus-Check

In Bisschen Spass muss sein, Männerwelt on 12. November 2010 at 10:03

Weil’s mir vor ungläubigem Staunen die Sprache verschlagen hat, verweise ich, was den „Fall Financial Times Deutschland“ angeht, hier einfach auf Ralf Schwartz . Ich fände ohnehin keine besseren Worte, ohne sofort alle Beteiligten an diesem Beratungs-Dramolett mit meinen Tiervergleichen zu beleidigen (einer Freundin versuchte ich es so zu erklären: Da geht ein Bäh-Lämmchen zur Metzgerzeitung, um

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sich beraten zu lassen, wie man mit der Übergriffigkeit von älteren männlichen Fleischfachverkäufern umgeht… bissl schiefes Bild, zugegeben). Hilfreich mag in diesem Zusammenhang ein Interview mit Gloria Steinem sein, in dem sie darüber sinniert, warum immer noch so viele Frauen sich mit den „Mächtigen“ identifizieren (in unserem Fall einem 50jährigen Medienheini, oh bitte): Weil sie hoffen, durch unterwürfiges Verhalten ein Fitzelchen dieser „Macht“ (in unserem Fall vielleicht mal einen richtigen Job statt nur diese doofen Praktika) abzukriegen. Eigenartig, wie diese Sache mit dem Feminismus immer mal wieder ulkige Blüten treibt – Frau Ministerin Schröder hat sich darüber gerade mit Frau Schwarzer in die Wolle gekriegt. Und da dachten wir, das Thema wäre mausetot.

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