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Uns Frauen verdreht man ja sooo leicht den Kopf

In Bisschen Spass muss sein, Konsum, Neo-Feminismus, Werbung on 23. Februar 2011 at 20:11

Die Feigheit der Frauen nennt Bascha Mika, ehemalige taz-Chefredakteurin, ihre Streitschrift, des Inhalts: wir würden aus Bequemlichkeit in alte Rollenmuster zurückfallen, aus Duckmäuserei hinter unseren Möglichkeiten zurückbleiben… yadda, yadda. Ich arbeite viel mit Frauen zusammen – und kenne keine einzige feige. Ich kenne nur Frauen, die ihren Job machen und versuchen, nebenbei noch ein wie immer geartetes Privatleben zu haben. Mag sein, dass ich den „Kontakt zur Basis“ verloren habe, weil es in meinem professionellen Umfeld keine Frauen gibt, wie Mika sie beschreibt. „Draußen im Lande“ existieren natürlich jede Menge dumme Frauen (übrigens nicht unbedingt im Niedriglohnsektor!), machen wir uns nichts vor. Auch auf sie zielt Werbung, die ja keine Erziehungs-Veranstaltung ist nach dem Motto: „Ts, ts, du wirst doch jetzt nicht wirklich diese It-Bag kaufen wollen – kümmer dich lieber um deine Karriere, Mädchen!“. Mich ärgert allerdings, wenn Kunden, gleich welchen Geschlechts, für blöd verkauft werden. Eins der (dank seiner Augenfälligkeit) harmloseren Beispiele der letzten Zeit ist das hier (via):

Wer hat mir den Kopf verdreht?

Nachtrag: Einer der frechsten Politiker-Spruchblasen der letzten Zeit stammt von einer Frau: „Die Entscheidung der Universität liegt auf der Linie dessen, was der Verteidingsminister vorgegeben hat. Sie macht also Sinn“, sagte Merkel, nachdem die Uni Bayreuth dem Lügenbaron den Titel aberkannt hatte (zit. nach AZ, 24.2.2011, S. 2). Der hat anscheindend die Macht total den Kopf verdreht… ist es das, was wir wollten?

The Gadget Game

In Frauen, Konsum, Werbung on 5. Februar 2011 at 12:32

Gadgets dienen dem Schwanzlängenvergleich, klar. (Amerikanische) Männer geben das sofort zu, wenn auch nicht in diesen Worten: http://insidethevault.tv/local/ Was aber bewegt Frauen, im Rennen zum Beispiel um das modischste, hipste, coolste Mobile mitzumachen? Auf einem Spaziergang hörte ich unlängst, wie eine jüngere ihrer älteren Begleitperson (Mutter? Tante? Freundin?) erklärte: „Mit so einen alten Handy kann ich mich doch nirgends sehen lassen!“. Hm. Ist mit der Technik wahrscheinlich genau wie mit Schuhen. Die Mode vom letzten Jahr geht irgendwie gar nicht… Aber natürlich gibt’s auch eine andere Sorte Frau, die sich weder über ihre Kleidung noch ihre Sandkasten-Schäufelchen oder eben Kommunikations-Devices definiert (via Ina Prätorius):

Oder hat gerade irgend jemand auf ihre Schuhe geachtet?

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