WEIBLICH WERBEN im WEB

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Die Kehrseite des SEO-Hypes

In derneuebuchpreis, Neue Wege, SEO, Social Media, Wettbewerb on 30. Juli 2011 at 12:18
Uprising

The Magical Wildlife of Robert Bissell: Uprising

via

Neulich wieder etwas gelernt, diesmal über Selbstvermarktung im publizistischen Gewerbe. Da nehme ich also mit einem wirklich amüsanten (wenn ich das in aller falschen Bescheidenheit selbst sagen darf) Buch am Wettbewerb derneuebuchpreis teil – übersehe allerdings zunächst, dass nur facebookler überhaupt für mein Werk abstimmen können. Das ist ein bisschen schade, denn ich habe viele Freunde in der strictly-e-mail-Sphäre. Egal, denke ich, ein nützliches Experiment, und beginne brav, die Werbe-Trommel auf facebook zu rühren. Sofort folgt die nächste Irritation: Es gibt Punkte-Abzug, wenn interessiertes Publikum den beworbenen Link teilt / kommentiert. Hm. Teilen und kommentieren – also die eigentlichen viralen Verbreitungs-Mechanismen, heutzutage eben auch für Literatur – sind bei diesem Contest böse… Ich frage beim Initiator des Preises nach. „Hallo Eva“, schreibt mir epubli, „damit der Wettbewerb fair abläuft, müssen wir jede Stimme auf eine reale Person zurückführen können, da sonst Betrug möglich ist und Web-User mehrere Stimmen abgeben könnten. Deshalb zählen wir nur die tatsächlichen Likes pro Buch und nicht die likes von likes oder shares. Das würde das Ergebnis des Wettbewerbs verfälschen.“ Und hier hebt sie ihr hässliches Haupt, die Kehrseite der Search Engine Optimization – diese dämlichen Tricksereien, die auch eine Firma mit Null-Inhalten ganz weit nach vorne in den Google-Listen schmuggeln sollen, gehen inzwischen vielen Leuten so auf die Nerven, dass sie sich mit allen möglichen Mitteln dagegen wehren. Sogar mit untauglichen, um nicht zu sagen kontraproduktiven Mitteln. Das haben wir jetzt von dem SEO-Schwachsinn.

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Wie große Firmen sich selbst ein Bein stellen…

In Kreativität, Neue Wege on 18. Juli 2011 at 12:11

… indem sie Vielfalt – in Form von „verrückten“ Ideen (und Leuten) nicht mehr zulassen, sobald sie wachsen: Hier spricht ein Physiker. Kein verrückter.

Indeed, if you go to General Motors or you go to American Airlines or you go to Goldman Sachs, you don’t see crazy people. Crazy people are fired. Well, to speak of crazy people, is taking the extreme. But maverick people are often fired.

It’s not surprising to learn that when manufacturing companies are on a down turn, they decrease research and development, and in fact in some cases, do actually get rid of it, thinking this is „oh, we can get that back in two years we’ll be back on track.“ Well, this kind of thinking kills them.

This is part of the killing, and this is part of the change from superlinear to sublinear, namely companies allow themselves to be dominated by bureaucracy and administration over creativity and innovation, and unfortunately, it’s necessary.

You cannot run a company without administrative. Someone has got to take care of the taxes and the bills and the cleaning the floors and the maintenance of the building and all the rest of that stuff. You need it. And the question is, “can you do it without it dominating the company?”

Das ganze Interview mit Geoffrey West gibt’s hier.


Mädchen-Blogs, revisited

In Frauen, Social Networking, Werbung on 8. Juli 2011 at 08:53

Vor fast einem Jahr macht Robert Basic auf einen taz-Artikel  über geek girls aufmerksam: Frauen fühlten sich seltener „ermächtigt“, alle 20 Minuten öffentlich einen Kommentar zur Lage der Welt abzugeben (bitte auch die Kommentare anschauen – unfassbar!). Nun, meine Freundinnen haben in der Tat ein Leben und von daher meist Besseres zu tun; Mutti-, Koch- oder Katzenblogs interessieren sowieso keine von uns. Dennoch wird es wohl Zeit, dass wir die Schnauze bissl weiter aufreißen. Gerade im Consumer-Sektor: Sobald Frauen sich ihrer Macht als Verbraucherinnen bewusst werden, beginnen sie wahrscheinlich, sich besser zu verlinken – und den männlichen Agenturheinis den Finger zu zeigen, wenn die ihnen auf die plump sexistische Tour teuren Schrott als das allerneueste Must-have verkaufen wollen. Dann entsteht Raum für neue Werbe-Ideen. Hoffe ich. Und hier noch eine weibliche Stimme aus der literarischen Blogosphäre, in der’s genauso rüde zugeht, sobald Verlagssuche und Veröffentlichung auf dem Plan stehen.

 

High-End?

In DLD Women, Neo-Feminismus on 1. Juli 2011 at 19:51


Zu niedlich: Gender-Stereotypen in einer „High-End“-Medien-Umgebung, die sich dadurch als Möchtegern-Mitspielerchen entpuppt (um auch sprachlich im Bild zu bleiben) – ganz unschuldig präsentiert auf einer Fotostrecke von DLD women 2011. Ich freu mich schon auf die „20 schönsten Krawatten-Knoten“ von der nächsten DLD-für-Männer-Veranstaltung.

Spielverderber

In Bisschen Spass muss sein, Neue Wege, TV Spots, Urheberrecht, Werbung on 1. Juli 2011 at 14:33

Dieses Video hier darf auf YouTube nicht mehr gezeigt werden, las ich bei Bernhard Jodeleit. Soso. Dann wollen wir’s doch gleich mal aufheben, vielleicht für später. Nur um den Spaßbremsen von Lucasflm zu zeigen, wo der User-Hammer hängt.

Nachtrag: Genauere Analysen des „Falls“ gibt’s u. a. bei Christian und hier.  Bemerkenswert, wie unlocker das amerikanische Markenimperium zurückschlägt, statt sich zu freuen, wenn das Jedi-Zeugs nun auch bei Leuten ankommt, die sich sonst null dafür interessieren… aus Werbersicht haben ohnehin alle gewonnen: Greenpeace mit einem lahmen Spot, den ohne die doofe Sperre kaum einer geguckt hätte. Und VW, weil sie cool auf die eher unlautere Art reagieren, wie  Greenpeace angefragt hatte.

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