WEIBLICH WERBEN im WEB

Archive for the ‘Journalismus’ Category

Die Vogue ist ja sooo 2011

In "Frauenzeitschriften", Comedy, Ganz klein bissl frauenfeindlich, Journalismus, Neo-Feminismus, Print wirkt on 18. Januar 2014 at 14:36

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Das Magazin Jezebel macht sich derzeit über das Cover der amerikanischen Vogue lustig: Lena Dunham, deren Gesicht (und nackter Körper) Tausenden von Vogue-Leserinnen aus dem TV hinlänglich bekannt sein dürfte, wurde für das Shooting „verschönert“. Die arme alte Frau Wintour hat einfach noch nicht begriffen, dass jetzt eine Generation Mädels da ist, die außer von Shoppen eben auch was von Photoshoppen versteht. Pic via Meedia.

Die Karawane zieht weiter? Fein. Und tschüss!

In Bisschen Spass muss sein, Journalismus, Konsum, Let's talk about..., Social Media, Social Networking, Werbung, Wettbewerb on 23. Januar 2013 at 14:43

Unlängst rauschte auf Facebook die Meldung vorbei (ich glaube, Peter Glaser hatte sie aufgeschnappt), dass Facebook jetzt uncool sei und die Jungend zunehmend zu Twitter &Tumblr & Wasnochalles wechsle. Na und? Pfff. Hätte ja auch keiner gedacht, dass ich mal zum Facebook-Fangirl mutieren würde. Denn ich bleibe. Für Introvertierte wie mich reichen die Kontakte – da erfahre ich über so 200 Leute aus der Branche jeden Klatsch und alles, was ich fürs Geschäft wissen muss. Von den Movern & Shakern („Guck mal, Amir Kassaei raucht auch noch!“) bis hin zur feinsinnigen Einzel-Bloggerin erzählen sie’s mir, ohne dass ich meinen knochigen Hintern rausbewegen muss. Jaja, dafür zahle ich mit meinen Daten. Aber wie meine Oma schon sagte: „Umsonst ist der Tod, und der kostet das Leben.“ Im Gegenzug mache ich auf Facebook Werbung für Publikationen, die mir am Herzen liegen, und sogar mein Hund hat seine eigene Seite. Mir ist es egal, wo die Kinder zum Spielen hingehen.

http://facebook.com/GraueSchatten

Stolz und Vorurteil

In Journalismus, Kreativität on 11. Januar 2011 at 12:50

Da soll ich also etwas über Eat Pray Love schreiben. Mega-Bestseller. Ruft bei mir reflexartig den inneren Bewertungsteufel auf: Mädchenkram. Wohl nicht Pulitzer-verdächtig. Obwohl, bei den Amis weiß man nie. Und ja, alle meine Freundinnen haben das Buch gelesen, waren in dem Film, yadda, yadda. Dann beginne ich mit der Recherche und stoße auf diesen TED-Talk der Autorin:

Ha, Vorurteile (mehr dazu gibt’s demnächst bei Ich will hier weg, aber wohin?). Elisabeth Gilbert, eine nervöse Blonde ganz in Schwarz, hat eine so kluge und angenehme Art, über Kreativität zu sprechen – über Daimon und Genius, über Erfolg und Tom Waits, dass ich auch für meine eigene Arbeit einiges mittnehmen kann. Unter anderem dies: Wie die bildgebenden Verfahren die Hirnforschung verändern (ein großer Vergleich, ich weiß – lass mich ausreden), so verändern Internet und Social Media die Arbeit von uns Publizisten, Autoren, Textern. Vorgefasste Meinungen sind nicht mehr so leicht zu halten, wenn sie durch „persönliches Anschauung“, und wenn sie nur am Bildschirm passiert, gleich entwaffnet werden… Versuch mal, über diese Bestseller-Autorin abzulästern, nachdem du ihre Wärme, ihren Witz und ihre Weisheit in Aktion gesehen hast. Duh.

Nachtrag: Das Video funktioniert nicht, also versuchen wir’s mit dem Link.

Think Big? Think New!

In Journalismus, Neue Wege, Werbung on 13. Dezember 2010 at 09:59

aus der Dezember-Präsentation

Wenn du dieses Zitat nicht kennst oder Clay Shirky’s Aufsatz nicht gelesen habst, dann, Bruder, hast Du nicht aufgepasst, das kann ich dir flüstern“, sagt Journal Register-Chef John Paton. Und was für Nachrichten gilt, ist für Werbung genauso wahr (als hätte man die beiden je trennen können): Um zu überleben, musst du in einem sehr alten Geschäft völlig neu anfangen. Paton, einer der erfolgreichsten Medienmacher der USA, erklärt in dieser Präsentation, warum. Ich finde sie ermutigend. Denn je langsamer die Großen und Mächtigen reagieren, desto mehr Zeit haben wir – die kleinen Kreativen / Content-Lieferanten und, ja, vor allem die weiblichen unter ihnen – unsere Geschütze in Stellung zu bringen.

Zeitverschwendung?

In Journalismus, Männerwelt on 9. März 2010 at 17:22

Fragt mich ein Kollege, gestandener Journalist: Existieren eigentlich Zahlen darüber, wie viele Mann(Frau)/Stunden der deutschen Volkswirtschaft dadurch verloren gehen, dass die Leute sich tagsüber bei Twitter, Facebook & Co. herumtreiben? (Eine echte Männer-Frage.) Hm. Bei Freiberuflern gibt es sicher keine Verluste, denn die sind einerseits auf Netzwerken angewiesen – und müssen andererseits die vertwitterte und verfacebookte Zeit ohnehin wieder reinarbeiten. Und die Angestellten? Nun ja, die haben doch schon immer, und sei es mal rasch in der Mittagspause, ihre Witzchen und Videos rumgeschickt, früher eben per E-Mail. Wo ist der Unterschied zum kleinen Plausch am Arbeitsplatz? Auch virtuell hebt er die Stimmung im Büro, und wie könnte das der Volkswirtschaft schaden? Entspann dich, Mann.

Nachtrag I: Dass Social Networking nicht nur das Verbraucherverhalten, sondern auch den Journalismus verändert, pfeifen mittlerweile die Spatzen von den Dächern. Mehr dazu am 15. März, wenn die neue GAZETTE herauskommt.

Nachtrag II: Weiterführende Lektüre: Michael Konitzer – übrigens auch ein gestandener Journalist – stellt die These auf, dass soziale Dienste wie Facebook & Co. nicht nur (dem Kommunikationsverhalten) n i c h t schädlich sind, sondern sogar die guten Seiten der User herausarbeiten. Nachzulesen auf The Difference.

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