WEIBLICH WERBEN im WEB

Archive for the ‘Konsum’ Category

Die Karawane zieht weiter? Fein. Und tschüss!

In Bisschen Spass muss sein, Journalismus, Konsum, Let's talk about..., Social Media, Social Networking, Werbung, Wettbewerb on 23. Januar 2013 at 14:43

Unlängst rauschte auf Facebook die Meldung vorbei (ich glaube, Peter Glaser hatte sie aufgeschnappt), dass Facebook jetzt uncool sei und die Jungend zunehmend zu Twitter &Tumblr & Wasnochalles wechsle. Na und? Pfff. Hätte ja auch keiner gedacht, dass ich mal zum Facebook-Fangirl mutieren würde. Denn ich bleibe. Für Introvertierte wie mich reichen die Kontakte – da erfahre ich über so 200 Leute aus der Branche jeden Klatsch und alles, was ich fürs Geschäft wissen muss. Von den Movern & Shakern („Guck mal, Amir Kassaei raucht auch noch!“) bis hin zur feinsinnigen Einzel-Bloggerin erzählen sie’s mir, ohne dass ich meinen knochigen Hintern rausbewegen muss. Jaja, dafür zahle ich mit meinen Daten. Aber wie meine Oma schon sagte: „Umsonst ist der Tod, und der kostet das Leben.“ Im Gegenzug mache ich auf Facebook Werbung für Publikationen, die mir am Herzen liegen, und sogar mein Hund hat seine eigene Seite. Mir ist es egal, wo die Kinder zum Spielen hingehen.

http://facebook.com/GraueSchatten

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Social Networking, postironisch

In Konsum, Marketing, Social Networking on 21. Dezember 2012 at 15:48

thesavagegirl

Die erbitterte Diskussion über das ach so schreckliche Facebook finde ich kindisch, denn die Kontakte, die sich in diesem Netzwerk ergeben, habe ich mir schließlich alle selbst ausgesucht. Und über die vielen – zugegebenermaßen auch Zeit fressenden – Plaudereien mit entfernten Freunden und interessanten Fremden kommen immer wieder gute Tipps herein. Nur ein Beispiel:  Von Alex Shakars Debütroman aus dem Jahr 2001 hätte ich ohne einen mir persönlich nicht bekannten Herrn namens Rolando B. Basmayor III vielleicht nie etwas erfahren. So aber empfehle ich allen Werbern: Wenn Ihr 2013 nur ein Buch lesen wollt: Lest das.

Netter Versuch

In Geht's noch?, Konsum, Neo-Feminismus, TV Spots, Werbung on 10. April 2012 at 09:52

Die Mädchenmannschaft machte gerade auf diese extrem anbiedernde Fernseh-Werbung aufmerksam:

Ooooh, wie gewagt und authentisch… Wen, genau, will „Du darfst“ damit erreichen? Die ganz ganz Blöden?

Staubsauger-Werbung, my ass.

In Konsum, Männerwelt, Neo-Feminismus, TV Spots, Uncategorized on 9. Januar 2012 at 16:22

Ist das, fragt sich die geneigte Zuschauerin, gute Werbung für Staubsauger? Die kaufen/benutzen meist Frauen. Wie selbstquälerisch veranlagt müsste eine sein, um sich nach diesem Spot das beworbene Gerät zu holen? Und kommt mir jetzt nicht mit dem Argument, bissl Selbstironie sollte Frau schon aufbringen. Klar. Braucht sie auch. Jeden Tag. Aber als Konsumentin doch nicht, Ihr Hirnis. (via kress)

Wieso, es gibt doch auch Mädchen, die Superhelden sind!

In Konsum, Marketing, Neo-Feminismus on 27. Dezember 2011 at 15:37

Die Kleine hat, verdammt noch mal, recht: Wieso sollen w i r immer nur das rosa Zeugs kaufen und einen auf Prinzessin machen, hm?

 

„Ich wünschte, ich würde aussehen wie Cindy Crawford“ (Cindy Crawford)

In Frauen, Konsum, Werbung on 9. Juni 2011 at 10:10

Jean Kilbourne über den besten Schönheitschirurgen der Welt: Photoshop.

Via annalist 

Uns Frauen verdreht man ja sooo leicht den Kopf

In Bisschen Spass muss sein, Konsum, Neo-Feminismus, Werbung on 23. Februar 2011 at 20:11

Die Feigheit der Frauen nennt Bascha Mika, ehemalige taz-Chefredakteurin, ihre Streitschrift, des Inhalts: wir würden aus Bequemlichkeit in alte Rollenmuster zurückfallen, aus Duckmäuserei hinter unseren Möglichkeiten zurückbleiben… yadda, yadda. Ich arbeite viel mit Frauen zusammen – und kenne keine einzige feige. Ich kenne nur Frauen, die ihren Job machen und versuchen, nebenbei noch ein wie immer geartetes Privatleben zu haben. Mag sein, dass ich den „Kontakt zur Basis“ verloren habe, weil es in meinem professionellen Umfeld keine Frauen gibt, wie Mika sie beschreibt. „Draußen im Lande“ existieren natürlich jede Menge dumme Frauen (übrigens nicht unbedingt im Niedriglohnsektor!), machen wir uns nichts vor. Auch auf sie zielt Werbung, die ja keine Erziehungs-Veranstaltung ist nach dem Motto: „Ts, ts, du wirst doch jetzt nicht wirklich diese It-Bag kaufen wollen – kümmer dich lieber um deine Karriere, Mädchen!“. Mich ärgert allerdings, wenn Kunden, gleich welchen Geschlechts, für blöd verkauft werden. Eins der (dank seiner Augenfälligkeit) harmloseren Beispiele der letzten Zeit ist das hier (via):

Wer hat mir den Kopf verdreht?

Nachtrag: Einer der frechsten Politiker-Spruchblasen der letzten Zeit stammt von einer Frau: „Die Entscheidung der Universität liegt auf der Linie dessen, was der Verteidingsminister vorgegeben hat. Sie macht also Sinn“, sagte Merkel, nachdem die Uni Bayreuth dem Lügenbaron den Titel aberkannt hatte (zit. nach AZ, 24.2.2011, S. 2). Der hat anscheindend die Macht total den Kopf verdreht… ist es das, was wir wollten?

The Gadget Game

In Frauen, Konsum, Werbung on 5. Februar 2011 at 12:32

Gadgets dienen dem Schwanzlängenvergleich, klar. (Amerikanische) Männer geben das sofort zu, wenn auch nicht in diesen Worten: http://insidethevault.tv/local/ Was aber bewegt Frauen, im Rennen zum Beispiel um das modischste, hipste, coolste Mobile mitzumachen? Auf einem Spaziergang hörte ich unlängst, wie eine jüngere ihrer älteren Begleitperson (Mutter? Tante? Freundin?) erklärte: „Mit so einen alten Handy kann ich mich doch nirgends sehen lassen!“. Hm. Ist mit der Technik wahrscheinlich genau wie mit Schuhen. Die Mode vom letzten Jahr geht irgendwie gar nicht… Aber natürlich gibt’s auch eine andere Sorte Frau, die sich weder über ihre Kleidung noch ihre Sandkasten-Schäufelchen oder eben Kommunikations-Devices definiert (via Ina Prätorius):

Oder hat gerade irgend jemand auf ihre Schuhe geachtet?

Utopisch, praktisch, gut

In Konsum, Neue Wege, Werbefrauen on 29. Oktober 2010 at 09:16

Heute mal wieder einer aus der Reihe „Frauen mit einer Mission“. 2007 gründete die ehemalige Werberin Claudia Langer Utopia, eine Internet-Plattform für vernünftiges Konsumieren. Hier kann sich informieren, wer schnell und bequem einen echten Ökostromanbieter sucht, etwas über Elektroautos oder Biokost erfahren will. Langers Credo: „Wenn wir Verbraucher mit unserem Konsum deutliche Zeichen setzen, können wir nachhaltig die Welt verändern. Wir haben die Pflicht und die Chance, jetzt die Dinge in die Hand zu nehmen – Utopia ist erreichbar!“ Es zeugt von Selbstbewusstsein, sich selbst „Utopist“ zu nennen – eine Bezeichnung, die viele mit „Spinner“ gleichsetzen. Aber Langer hat Sponsoren gefunden, einen Award und eine Stiftung ins Leben gerufen, und eine Utopia-Konferenz, die gerade in Berlin über die Bühne geht. Im BR alpha Forum gab es ein sehr informatives Gespräch mit der Utopistin, das man hier nachlesen kann.

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