WEIBLICH WERBEN im WEB

Archive for the ‘Kreativität’ Category

Schöne Aktion für Männer

In Kreativität, Männerwelt, Neue Wege, Werbung on 19. November 2013 at 18:04

Alles gut, solange Frauen sich keinen Schnurrbart stehen lassen. Andererseits, wie wär’s mit einer kleinen Werbe-Aktion für Ihr örtliches Waxing-Studio? (Via Upworthy)

Eigenwerbung III

In Kreativität, Neue Wege, Promotion, Social Networking, Werbung, Wettbewerb on 12. März 2013 at 15:06

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Das „Lexikon der deutschen Ärgernisse“ hat sich um den Indie-Autor-Preis auf der Leipziger Buchmesse beworben. Am 4. September 2011 hatte ich hier schon darüber geschrieben, wie mühsam das Trommeln sein kann, wenn man für ein Produkt nicht die Unterstützung einer großen Institution im Kreuz hat. Punkt 5. betont, dass man da den Erfolg recht zurückgelehnt abwarten sollte. Was nicht heißt, dass das Zuschnappen aus der Entspannung heraus nichts bringt: Die Postkarten-Edition als Marketing-Unterstützung geht in die 2. Runde, und die Teilnahme am Autoren@Leipzig Award brachte das „Lexikon der deutschen Ärgernisse“ immerhin auf die Shortlist und in die Promo-Aktion von neobooks: „Zum Start der „Apple Breakout Books“ konnten wir Ihr Werk, das Sie über neobooks vertreiben, dank einer Partnerschaft mit Apple in der neuen und exklusiven Promotion im iBookStore platzieren. Mit den Breakout Books erhalten  Self-Publishing eBooks einen besonderen Platz im iBookStore – hier ein Artikel der N.Y. Times zum Start in den USA – und wir freuen uns, dass wir zum Start in Deutschland, Österreich und der Schweiz Sie als neobooks Autoren dort vorstellen können!“

Wie viele Kreative braucht man, um eine Glühbirne auszutauschen?

In Kreativität, Neue Wege on 16. April 2012 at 12:23

John Cleese gibt Antworten, die wir vielleicht gar nicht hören wollten… zumal es bei uns ja heißen muss: Energiersparbirne. Ist das nicht ein Trauerspiel?

Wie große Firmen sich selbst ein Bein stellen…

In Kreativität, Neue Wege on 18. Juli 2011 at 12:11

… indem sie Vielfalt – in Form von „verrückten“ Ideen (und Leuten) nicht mehr zulassen, sobald sie wachsen: Hier spricht ein Physiker. Kein verrückter.

Indeed, if you go to General Motors or you go to American Airlines or you go to Goldman Sachs, you don’t see crazy people. Crazy people are fired. Well, to speak of crazy people, is taking the extreme. But maverick people are often fired.

It’s not surprising to learn that when manufacturing companies are on a down turn, they decrease research and development, and in fact in some cases, do actually get rid of it, thinking this is „oh, we can get that back in two years we’ll be back on track.“ Well, this kind of thinking kills them.

This is part of the killing, and this is part of the change from superlinear to sublinear, namely companies allow themselves to be dominated by bureaucracy and administration over creativity and innovation, and unfortunately, it’s necessary.

You cannot run a company without administrative. Someone has got to take care of the taxes and the bills and the cleaning the floors and the maintenance of the building and all the rest of that stuff. You need it. And the question is, “can you do it without it dominating the company?”

Das ganze Interview mit Geoffrey West gibt’s hier.


Warum Manager versagen

In Kreativität, What's cool on 19. Januar 2011 at 21:12

 

 

Dieses hübsche Stück kursiert schon eine Weile im Netz, aber weil ich’s gerade auf Alex Bogusky’s schönem Blog FearLess Revolution fand, guckte ich es nochmal an – und fand es wieder motivierend.

Stolz und Vorurteil

In Journalismus, Kreativität on 11. Januar 2011 at 12:50

Da soll ich also etwas über Eat Pray Love schreiben. Mega-Bestseller. Ruft bei mir reflexartig den inneren Bewertungsteufel auf: Mädchenkram. Wohl nicht Pulitzer-verdächtig. Obwohl, bei den Amis weiß man nie. Und ja, alle meine Freundinnen haben das Buch gelesen, waren in dem Film, yadda, yadda. Dann beginne ich mit der Recherche und stoße auf diesen TED-Talk der Autorin:

Ha, Vorurteile (mehr dazu gibt’s demnächst bei Ich will hier weg, aber wohin?). Elisabeth Gilbert, eine nervöse Blonde ganz in Schwarz, hat eine so kluge und angenehme Art, über Kreativität zu sprechen – über Daimon und Genius, über Erfolg und Tom Waits, dass ich auch für meine eigene Arbeit einiges mittnehmen kann. Unter anderem dies: Wie die bildgebenden Verfahren die Hirnforschung verändern (ein großer Vergleich, ich weiß – lass mich ausreden), so verändern Internet und Social Media die Arbeit von uns Publizisten, Autoren, Textern. Vorgefasste Meinungen sind nicht mehr so leicht zu halten, wenn sie durch „persönliches Anschauung“, und wenn sie nur am Bildschirm passiert, gleich entwaffnet werden… Versuch mal, über diese Bestseller-Autorin abzulästern, nachdem du ihre Wärme, ihren Witz und ihre Weisheit in Aktion gesehen hast. Duh.

Nachtrag: Das Video funktioniert nicht, also versuchen wir’s mit dem Link.

Ken Loach sagt, wie’s ist

In Kreativität, Neue Wege, Werbung on 22. Oktober 2010 at 09:41

Im Sommer äußerte ich schon einmal eine gewisse Frustration darüber, dass durch die neue Ängstlichkeit, die in unserer Branche herrscht, kaum noch gute Werbung passieren kann – weil Ideen die Hierarchie der Dummen und Vorlauten nicht durchdringen. Oder die Umsetzung von Ideen „zu teuer“ ist. Oder solche Ideen womöglich etwas mit dem wirklichen Leben des Publikums zu tun haben. Der bekannte Filmemacher Ken Loach regt sich nun in seiner Rede zur Eröffnung des Londoner Filmfestivals darüber auf, wieso sich seine Kollegen – auch die guten – Arbeitsbedingungen gefallen lassen, die jede Lebendigkeit töten, jede Idee im Ansatz ersticken… oh, geht’s denen auch so? Er sollte sich mal bei uns umschauen. Hören Sie sich an, was er zu sagen hat, und denken Sie einfach „Werbung“ statt „Filmindustrie“:

Wo Ideen Sex haben können

In Kreativität, Neo-Feminismus, What's cool on 6. Oktober 2010 at 14:35

Gute Ideen brauchen Zeit, um sich zu entwickeln, sagt Steven Johnson, Verfasser von Die neue Intelligenz. Warum wir durch Computerspiele und TV klüger werden. Und gute Ideen brauchen Räume, in denen sie Sex haben können – denn die wirklich großen Sachen, so Johnson,  seien im Team oder innerhalb eines Netzwerks entstanden: Eine Person hatte eine halbe gute Idee, irgendwann hatte eine andere Person die zweite Hälfte dazu – und Bingo! Aktuellster Beleg für diese These ist „Social Network“ – Zuck wäre solo wahrscheinlich nicht so schnell so weit gekommen mit seiner Idee. Früher gab es (Frei-)Räume für Kreativität zum Beispiel in Kaffeehäusern, heute in Bürokantinen und im Internet… Johnsons neues Buch Where Good Ideas Come From ist gerade erschienen, und die Werbung dafür im bewährten RSA Animate-Stil ist ziemlich cool:

Alles sehr tröstlich für Werbetexter im stuck state, oder für Neo-Feministinnen, die an der schleppenden Umsetzung der guten Idee, dass Männer und Frauen doch eigentlich sinnvoll zusammen arbeiten könnten, schier verzweifeln möchten… Sehen Sie dazu auch Johnsons TED Talk vom Sommer 2010 zum Thema „Chance Favoures the Connected Mind„.

An diesen Autor erinnert hat mich übrigens ein Post auf feminnovation (schon klar, dass ich auf so einen Namen anspringe).

Die Kundschaft „erziehen“, geht das?

In Kreativität, Neue Wege, Werbung on 6. August 2010 at 11:19

Das Web hat mein Arbeitsleben verändert. Über die Jahre trägt die soziale Interaktion Früchte, Ideen jagen einander, Kontakte vertiefen sich, Gespräche werden interessanter. Außer, wenn es um … Print geht. Print ist nach wie vor meine Lieblings-Disziplin u n d die Quelle meiner größten Frustrationen. Da steht die Zeit still. Da passiert immer noch das:


Für bessere Lesbarkeit auf das Pic (über lead/marke klicken.) Und Ralf Schwartz zitiert an gleicher Stelle den guten alten Henry Ford: „If I had asked people what they wanted, they would have said faster horses“. Oder, wie Watzlawick es formulieren würde: „Mehr des Selben“ ist ein sicherer Garant für Misserfolg. Aber erzähl das mal den Kunden. Sie haben Angst. Sie trauen sich nicht, vom „Das haben wir aber immer so gemacht“ abzuweichen. Der Umerziehungs-Prozess hat in Print gerade erst begonnen, und in den entsprechenden Abteilungen sitzen anscheinend die Schwererziehbaren. Da gibt es kleine Fortschritte und große Rückschläge: Sie verändern ein Konzept bis zur Unkenntlichkeit und wundern sich dann, dass derlei Halbherzigkeit keinen totalen Image-Shift, kein veritables Abverkaufswunder generiert. Ist doch ein Jammer. Soll man jetzt Mitleid haben und es weiter versuchen? Oder sie aussterben lassen, wie die Dinosaurier?

Reden wir über Tampons. (Ach nee, bloß nicht…)

In Feminismus, Frauen, Kreativität, Neue Wege, Social Networking on 2. August 2010 at 10:36

Dass der Community-Gedanke die Print-Anzeige schlagen kann, was den Abverkauf angeht, haben wir begriffen. Gerade bei dreizehnjährigen Mädchen hat zum Beispiel Procter & Gamble leichtes Spiel. Diese Zielgruppe ist mit Content wie Celebs, Tieren und allem, was die weiland BRAVO schon immer zu bieten hatte, gut bedient. Und wenn man jetzt, nur mal als Idee, auf so einer Plattform dreizehnjährigen Mädchen erzählen würde, wo ihre Turnschuhe herkommen, die Gleichaltrige in fernen und nicht so fernen Ländern für 1 Dollar 36 am Tag zusammenkleben? Oder die stonewashed Jeans, die in unter gesundheitgefährdenen Bedingungen auf used getrimmt werden? Oder wenn man hier einen Wettbewerb für die besten BP-Adbustings ausschriebe? Wie gesagt, nur so eine Idee.

Von AdAge. PS. Wenn es den Dislike-Button schon geben würde, bekäme dieser Beitrag wohl ordentlich Votes.

PPS. Von wordpress gibt’s einen. Mal sehen, ob ich den installieren kann.


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