WEIBLICH WERBEN im WEB

Archive for the ‘What's cool’ Category

Mädels. Frauen. Babes.

In Frauen, What's cool on 18. Oktober 2012 at 14:24

Interview hat mich wieder an Caroline Druckers netten Vortrag erinnert. Steht hier schon irgendwo rum, glaube ich – aber egal, es kann nicht oft genug betont werden: Frauen sind die, die menstruieren und Steuern zahlen. Ob „Geek“ oder sonst eine Sorte „Girls“, allen voran „It-Girls“ (arghhh), wundern sich, warum ihnen kein Mensch zuhören mag. Ist eben so: „Girl“ geht gar nicht. „Babe“ hingegen sehr wohl; nur haben wir im Deutschen keine Entsprechung, weil uns das Gen für (Selbst-)Ironie leider komplett abgeht.

Die Marke „Sascha Lobo“

In Social Networking, What's cool on 30. April 2011 at 11:04

Es gibt intelligentes Leben im Netz. Entdeckt habe ich es an einer eher überraschenden Stelle … Wie einige aus der Branche beobachte ich die Marke „Sascha Lobo“ seit ihrem Launch und stelle fest, dass die Strategie nicht nur aufgegangen ist – sie ist sogar genial. Und warum? Weil sich die Marke weiter entwickelt. Man nehme sich eine knappe Stunde Zeit und analysiere den oben verlinkten Vortrag von der re:publica 11 – da gibt es viel Selbstreferentielles und nicht viel wirklich Neues (das Stilmittel der „Publikumsbeschimpfung“ etwa ist von Handke, 1966), und doch hört man dem ehemaligen Clown mit dem Irokesen-Logo jetzt anders zu. Wie viel Fleißarbeit und leidvoll erworbene Fähigkeit zur Selbstironie (keine dezidiert männliche oder gar deutsche Eigenschaft, nicht wahr) notwendig gewesen sein muss, damit er sich jetzt als Netz-Theoretiker neu erfinden kann und dabei noch Späßchen hat (indem er die Veranstaltung nutzt, um seine hidden agenda und zugleich seine beste Anti-Troll-Maßnahme, nämlich die akzeptierende Umarmung im größtmöglichen, globalen!, Rahmen, stringent unterzubringen) – das ist schon sehr niedlich!

Warum Manager versagen

In Kreativität, What's cool on 19. Januar 2011 at 21:12

 

 

Dieses hübsche Stück kursiert schon eine Weile im Netz, aber weil ich’s gerade auf Alex Bogusky’s schönem Blog FearLess Revolution fand, guckte ich es nochmal an – und fand es wieder motivierend.

Wo Ideen Sex haben können

In Kreativität, Neo-Feminismus, What's cool on 6. Oktober 2010 at 14:35

Gute Ideen brauchen Zeit, um sich zu entwickeln, sagt Steven Johnson, Verfasser von Die neue Intelligenz. Warum wir durch Computerspiele und TV klüger werden. Und gute Ideen brauchen Räume, in denen sie Sex haben können – denn die wirklich großen Sachen, so Johnson,  seien im Team oder innerhalb eines Netzwerks entstanden: Eine Person hatte eine halbe gute Idee, irgendwann hatte eine andere Person die zweite Hälfte dazu – und Bingo! Aktuellster Beleg für diese These ist „Social Network“ – Zuck wäre solo wahrscheinlich nicht so schnell so weit gekommen mit seiner Idee. Früher gab es (Frei-)Räume für Kreativität zum Beispiel in Kaffeehäusern, heute in Bürokantinen und im Internet… Johnsons neues Buch Where Good Ideas Come From ist gerade erschienen, und die Werbung dafür im bewährten RSA Animate-Stil ist ziemlich cool:

Alles sehr tröstlich für Werbetexter im stuck state, oder für Neo-Feministinnen, die an der schleppenden Umsetzung der guten Idee, dass Männer und Frauen doch eigentlich sinnvoll zusammen arbeiten könnten, schier verzweifeln möchten… Sehen Sie dazu auch Johnsons TED Talk vom Sommer 2010 zum Thema „Chance Favoures the Connected Mind„.

An diesen Autor erinnert hat mich übrigens ein Post auf feminnovation (schon klar, dass ich auf so einen Namen anspringe).

Die Welt wird Tauschbörse

In Neue Wege, What's cool on 5. September 2010 at 11:30

Rachel Botsman ist eine Frau mit einer Mission: Collaborative Consumption, frei übersetzt etwa „Gemeinsam Kreativ Konsumieren“, heißt ihr Projekt, zu dem auch bald das Buch „What’s mine is yours“ herauskommen wird:

(über lead/marke)

Botsman ist zuversichtlich, dass die Kreditwürdigkeit der Zukunft nicht mehr in Geld, sondern in persönlicher Zuverlässigkeit und Vertrauenswürdigkeit gemessen werden wird. Plattformen nach Ebay-Muster und aufstrebende Sparten wie Auto-, Fahrrad- und Wohnungs-Sharing geben ihr womöglich recht. Ob das in Deutschland in absehbarer Zukunft funktionieren wird, wage ich zu bezweifeln – wir sind zu incommunicado, zu besessen vom Besitzen (weshalb ich für die deutsche Übersetzung dringend einen anderen Titel vorschlage). Nehmen wir eine Freundin zum Beispiel. Sie wohnt eine Hausnummer weiter, und ihr Auto steht den halben Tag am gleichen Fleck. Als meine Karre den Geist aufgab und ich ihr Car-Sharing vorschlug, lehnte sie ab: Sie müsse das G e f ü h l haben, sie könne jederzeit das Auto benutzen, ohne sich mit irgend jemand absprechen zu müssen. Weil in unserer Gegend (noch) kein Carpool in Gehweite existiert, fragte ich also bei den Nachbarn nach – ach, Abnutzung, Unfallrisiko, tralala, alles sooo kompliziert (was es mit den richtigen Verträgen nicht wäre, das nur nebenbei). Hab ich mir also wieder ein eigenes Auto gekauft. Das steht auch 23 Stunden täglich am gleichen Fleck. Sehr vernünftig, oder?

Schmerzmittel-Werbung…

In Werbung, What's cool on 25. August 2010 at 13:12

mal anders. Zum Beispiel, indem man sich darüber lustig macht, wie lange Männer brauchen, um auf körperliche Signale (naja, eines mal ausgenommen) zu achten:

Adsoftheworld, über Agadugu. Zum Vergrößern auf das Bild klicken.

And now for something completely different

In Social Networking, What's cool on 14. Juli 2010 at 09:12

Auf „full“ klicken. Zurück mit Esc. Via

Schockt Eure Homies

In Bisschen Spass muss sein, Next, What's cool on 9. Juli 2010 at 09:37


Lesen gehört, wie bereits erwähnt, für eine schwindende Gruppe von Menschen zu den sommerlichen Vergnügungen. Heute empfehle ich einen Gamer-Thriller von Daniel Suarez: „Daemondie Welt ist nur ein Spiel“ (rororo, € 15,-), kongenial übersetzt von Cornelia Holfelder-von der Tann. Suarez betrachtet Bots auch im wahren Leben als Parasiten; im KulturSPIEGEL-Interview (7/2010) antwortet er auf die Frage Wie schützt sich ein Software-Spezialist wie Sie?: „Ich habe keine Facebook-Seite. Ich twittere nicht. Ich biete nicht viel Angriffsfläche (…) Eine sehr kleine Gruppe von Mächtigen entscheidet, was mit unseren Daten geschieht, und diese Leute nutzen Bots, um ihre Ziele umzusetzen. Das hat nichts mehr mit Demokratie zu tun. Es geht nur noch um Effizienz.“

(Das Pic kommt über Medienlotse)

Nachtrag: Dass die in diesem Buch und im Folgeband „Freedom TM“ vorgestellte Technologie keine Science Fiction ist, beweist das Video in Paracudas Beitrag.

Von den Brasilianern lernen

In Kreativität, TV Spots, What's cool on 27. Mai 2010 at 09:45

Naaah, es ist nicht von Waxing die Rede, ts, ts … Kollegin Talinee hat einen Vorschlag, wie auch eher erbauliche Institutionen wie die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) ihre Anliegen aufmerksamkeitsstark unter die Leute bringen könnten. Schaut mal diesen Spot, witzige Idee:


Die üblichen Verdächtigen

In What's cool on 15. April 2010 at 13:05

Schon eigenartig. Wenn ich in der GAZETTE diese Sache (also, dass es Männer und Frauen gibt, und dass die möglicheweise ein klein wenig unterschiedlich ticken) auch nur am Rande erwähne, bekomme ich schrille Leserbriefe. Wenn die Notizen auf meiner Seite TÄGLICH SEX MINUTEN DEUTSCHLAND verlinkt werden, dann gern mit dem Hinweis, das sei aber bitteschön eine weibliche Sicht auf unsere Heimat. Oder gleich ein „typisches Feministenblog“. Hallo? Dass – ohne jetzt irgend jemand nahe treten zu wollen – alte weiße Männer in unserer Welt das Sagen haben, ist ja weder neu noch besonders aufregend. Spannend finde ich höchstens, dass DLD (siehe Eintrag vom 24. März 2010) oder, ganz aktuell, re:publica („Kirchentag der Internetgemeinde“ nennt der Stern die Veranstaltung) das Frauen-Thema immerhin aufgreifen, wenn auch auf höchst unterschiedliche Weise. Heute sprechen zum Beispiel in Berlin u.a. Anna Berg und Anne Roth. Hier ist das Video:

Ansonsten müssen wir wahrscheinlich einfach abwarten, bis a l l e üblichen Verdächtigen (Jeff Jarvis war schon da und erzählte viel über seine Prostata) auf a l l e n Kongressen x mal aufgetreten sind – dann kommen irgendwann mehr weibliche Inhalte auf die Agenda. Schon um das große Gähnen zu vermeiden.

Nachtrag: Von wegen „post gender“ – das ist auch anderen aufgefallen, z. B. den Österreicherinnen.

Nachtrag II: Mit ein bisschen Denkarbeit kann man Prof. Kruses Vortrag – er zeigt, wie unterschiedliche Werte auf der unbewussten Ebene eine Verständigung auf der sachlichen erschweren – auch auf die Gender-Diskussion übertragen: Vielleicht suchen Männer und Frauen im Netz jeweils etwas anderes?

Danke für die Linkliste mit den Kongressberichten an Frau Elise

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