WEIBLICH WERBEN im WEB

Posts Tagged ‘Berechtigte Paranoia’

Social Networking, postironisch

In Konsum, Marketing, Social Networking on 21. Dezember 2012 at 15:48

thesavagegirl

Die erbitterte Diskussion über das ach so schreckliche Facebook finde ich kindisch, denn die Kontakte, die sich in diesem Netzwerk ergeben, habe ich mir schließlich alle selbst ausgesucht. Und über die vielen – zugegebenermaßen auch Zeit fressenden – Plaudereien mit entfernten Freunden und interessanten Fremden kommen immer wieder gute Tipps herein. Nur ein Beispiel:  Von Alex Shakars Debütroman aus dem Jahr 2001 hätte ich ohne einen mir persönlich nicht bekannten Herrn namens Rolando B. Basmayor III vielleicht nie etwas erfahren. So aber empfehle ich allen Werbern: Wenn Ihr 2013 nur ein Buch lesen wollt: Lest das.

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Freut Ihr Euch auch so auf Weihnachten?

In Frauen, Ganz klein bissl frauenfeindlich, TV Spots, Werbung on 13. November 2012 at 16:24

Ich habe nicht darauf geachtet, wofür folgender Werbespot werben soll – mir ist nur die Depressive aufgefallen und ihre traurige Botschaft: Masochismus ist okay für Frauen.

Klar können Männer Windeln wechseln

In Bisschen Spass muss sein, Männerwelt, Neo-Feminismus, TV Spots on 27. März 2012 at 16:13

Mit diesem Spot zog sich ein Windel-Hersteller beim Publikum einen ordentlichen Schiefer ein. Wirkt diese kleine Geschichte doch so, als sei Männern das Sportprogramm in der Glotze wichtiger als ein feuchter und übelriechender Kinderpopo (zu niedlich auch die echt empörten Kommentare von Leuten, die Werbung für die Wirklichkeit halten):

Und Seth Stevenson von Slate fragt gleich ganz aufgeregt, warum Hetero-Männer in der Werbung eigentlich so oft als Deppen dargestellt werden.

Angst vor der eigenen Courage

In Bisschen Spass muss sein, Männerwelt, Print wirkt on 10. November 2011 at 16:20

Essilor Glasses

Die Pariser Agentur Herezie schaltete diese Anzeige für einen Brillenhersteller – und bat dann copyranter (von dem ich das pic habe), sie doch bitte von seinem Blog zu entfernen. Aus Schiss, von ein paar Hell’s Angels aufgemischt zu werden. Nö, sagte copyranter. (Sind doch echte Pussies, die Frösche.)

„Ich wünschte, ich würde aussehen wie Cindy Crawford“ (Cindy Crawford)

In Frauen, Konsum, Werbung on 9. Juni 2011 at 10:10

Jean Kilbourne über den besten Schönheitschirurgen der Welt: Photoshop.

Via annalist 

Frauen sind wie Gebrauchtwagen

In Männerwelt, Werbung on 20. April 2011 at 15:09

Also zumindest Frauen, die schon Verkehr hatten. Das will uns diese Anzeige eines kanadischen Gebrauchtwagenhändlers suggerieren (via Mother Jones):

Wenn du also nicht mehr Jungfrau bist, dann musst du wenigstens richtig gut aussehen und wie geschmiert funktionieren, damit Männer über deinen gebrauchten Status hinwegsehen und dich in ihre Garage, vulgo: ihr Leben lassen. Wie arm ist das denn?

Dolls & Dudes

In Bisschen Spass muss sein, Männerwelt on 16. Dezember 2010 at 11:04

Werber aller Geschlechter und sexuellen Präferenzen, schaut Euch diesen Deppen an. Er gehört zur neuen amerikanischen Rechten (und selbst dort wohl in die unterste Schublade der Tea Party, hoffentlich). Diese un-glaub-lich plumpe Palin-Wahlwerbung hat Mother Jones aufgetan:

Im Alten Europa ist die Zielgruppe ja Gottseidank etwas hochklassiger. Obwohl… als ich in meiner Jugend Maienblüte beim PLAYBOY anfing, sagte der damalige Chefredakteur, Fredy Baumgärtel: „Denken Sie beim Schreiben immer an den Gefreiten aus der Oberpfalz. Das ist Ihr Leser.“ Mal abgesehen davon, dass er seine Oberpfälzer Mit-Männer in Bausch und Bogen beleidigt hat (was ich als Cynthia Heimel-Fan und Feministin 2.0 natürlich lustig und angemessen fand): Auch bei denen wird sich doch inzwischen einiges getan haben.

Schockt Eure Homies

In Bisschen Spass muss sein, Next, What's cool on 9. Juli 2010 at 09:37


Lesen gehört, wie bereits erwähnt, für eine schwindende Gruppe von Menschen zu den sommerlichen Vergnügungen. Heute empfehle ich einen Gamer-Thriller von Daniel Suarez: „Daemondie Welt ist nur ein Spiel“ (rororo, € 15,-), kongenial übersetzt von Cornelia Holfelder-von der Tann. Suarez betrachtet Bots auch im wahren Leben als Parasiten; im KulturSPIEGEL-Interview (7/2010) antwortet er auf die Frage Wie schützt sich ein Software-Spezialist wie Sie?: „Ich habe keine Facebook-Seite. Ich twittere nicht. Ich biete nicht viel Angriffsfläche (…) Eine sehr kleine Gruppe von Mächtigen entscheidet, was mit unseren Daten geschieht, und diese Leute nutzen Bots, um ihre Ziele umzusetzen. Das hat nichts mehr mit Demokratie zu tun. Es geht nur noch um Effizienz.“

(Das Pic kommt über Medienlotse)

Nachtrag: Dass die in diesem Buch und im Folgeband „Freedom TM“ vorgestellte Technologie keine Science Fiction ist, beweist das Video in Paracudas Beitrag.

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