WEIBLICH WERBEN im WEB

Posts Tagged ‘Bücher’

Eigenwerbung III

In Kreativität, Neue Wege, Promotion, Social Networking, Werbung, Wettbewerb on 12. März 2013 at 15:06

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Das „Lexikon der deutschen Ärgernisse“ hat sich um den Indie-Autor-Preis auf der Leipziger Buchmesse beworben. Am 4. September 2011 hatte ich hier schon darüber geschrieben, wie mühsam das Trommeln sein kann, wenn man für ein Produkt nicht die Unterstützung einer großen Institution im Kreuz hat. Punkt 5. betont, dass man da den Erfolg recht zurückgelehnt abwarten sollte. Was nicht heißt, dass das Zuschnappen aus der Entspannung heraus nichts bringt: Die Postkarten-Edition als Marketing-Unterstützung geht in die 2. Runde, und die Teilnahme am Autoren@Leipzig Award brachte das „Lexikon der deutschen Ärgernisse“ immerhin auf die Shortlist und in die Promo-Aktion von neobooks: „Zum Start der „Apple Breakout Books“ konnten wir Ihr Werk, das Sie über neobooks vertreiben, dank einer Partnerschaft mit Apple in der neuen und exklusiven Promotion im iBookStore platzieren. Mit den Breakout Books erhalten  Self-Publishing eBooks einen besonderen Platz im iBookStore – hier ein Artikel der N.Y. Times zum Start in den USA – und wir freuen uns, dass wir zum Start in Deutschland, Österreich und der Schweiz Sie als neobooks Autoren dort vorstellen können!“

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Social Networking, postironisch

In Konsum, Marketing, Social Networking on 21. Dezember 2012 at 15:48

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Die erbitterte Diskussion über das ach so schreckliche Facebook finde ich kindisch, denn die Kontakte, die sich in diesem Netzwerk ergeben, habe ich mir schließlich alle selbst ausgesucht. Und über die vielen – zugegebenermaßen auch Zeit fressenden – Plaudereien mit entfernten Freunden und interessanten Fremden kommen immer wieder gute Tipps herein. Nur ein Beispiel:  Von Alex Shakars Debütroman aus dem Jahr 2001 hätte ich ohne einen mir persönlich nicht bekannten Herrn namens Rolando B. Basmayor III vielleicht nie etwas erfahren. So aber empfehle ich allen Werbern: Wenn Ihr 2013 nur ein Buch lesen wollt: Lest das.

Eigenwerbung II: Trommeln gehört nicht zum Geschäft

In Content Management, Neue Wege, Social Networking, Wettbewerb on 4. September 2011 at 10:41

Trommeln i s t das Geschäft im unübersichtlichen Terrain der Arbeit mit Aufmerksamkeit. Ein mühsames noch dazu. Muss man mögen. Ich hab’s mal am Beispiel facebook mit einem eigenen Produkt ausprobiert (s. Artikel vom 30. Juli) und empfehle der Kundschaft jetzt:

  1. Authentischer Content/ein gutes Produkt schadet möglicherweise nicht, nützt aber oft überraschend wenig.
  2. Bittet geeignete Leute darum, die Trommel zu rühren – Leute, die Euren Content/Euer Produkt kapieren und zu schätzen wissen.
  3. Bezahlt sie gut dafür, Eure Social Media Accounts regelmäßig mit Original-Inhalten zu pflegen.
  4. Stellt Euch auf eine längere Zeit des Wartens ein – und arbeitet an Eurer Frustrations-Toleranz.
  5. Kann gut sein, dass die ganze Trommelei erst mal kaum etwas bringt außer ein paar netten Kontakten. Dann versucht etwas anderes. Und wenn Ihr wieder guckt, hat sich vielleicht aus unerfindlichen Gründen Überraschendes getan. So funktioniert das Netz, also lehnt Euch zurück.
  6. Update 2013: Werbemittel sind auch nie falsch: Warum nicht eine Postkarten-Edition zum Produkt?

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Die Kehrseite des SEO-Hypes

In derneuebuchpreis, Neue Wege, SEO, Social Media, Wettbewerb on 30. Juli 2011 at 12:18
Uprising

The Magical Wildlife of Robert Bissell: Uprising

via

Neulich wieder etwas gelernt, diesmal über Selbstvermarktung im publizistischen Gewerbe. Da nehme ich also mit einem wirklich amüsanten (wenn ich das in aller falschen Bescheidenheit selbst sagen darf) Buch am Wettbewerb derneuebuchpreis teil – übersehe allerdings zunächst, dass nur facebookler überhaupt für mein Werk abstimmen können. Das ist ein bisschen schade, denn ich habe viele Freunde in der strictly-e-mail-Sphäre. Egal, denke ich, ein nützliches Experiment, und beginne brav, die Werbe-Trommel auf facebook zu rühren. Sofort folgt die nächste Irritation: Es gibt Punkte-Abzug, wenn interessiertes Publikum den beworbenen Link teilt / kommentiert. Hm. Teilen und kommentieren – also die eigentlichen viralen Verbreitungs-Mechanismen, heutzutage eben auch für Literatur – sind bei diesem Contest böse… Ich frage beim Initiator des Preises nach. „Hallo Eva“, schreibt mir epubli, „damit der Wettbewerb fair abläuft, müssen wir jede Stimme auf eine reale Person zurückführen können, da sonst Betrug möglich ist und Web-User mehrere Stimmen abgeben könnten. Deshalb zählen wir nur die tatsächlichen Likes pro Buch und nicht die likes von likes oder shares. Das würde das Ergebnis des Wettbewerbs verfälschen.“ Und hier hebt sie ihr hässliches Haupt, die Kehrseite der Search Engine Optimization – diese dämlichen Tricksereien, die auch eine Firma mit Null-Inhalten ganz weit nach vorne in den Google-Listen schmuggeln sollen, gehen inzwischen vielen Leuten so auf die Nerven, dass sie sich mit allen möglichen Mitteln dagegen wehren. Sogar mit untauglichen, um nicht zu sagen kontraproduktiven Mitteln. Das haben wir jetzt von dem SEO-Schwachsinn.

Kein Publishing ohne Content

In Neue Wege, Werbung on 25. März 2011 at 09:37

Das ist eine Binsenweisheit, könnte man meinen: Irgend jemand muss die Inhalte ja produzieren. Also: die Fotos schießen, die Texte schreiben, die Artikel/Bücher übersetzen. Kann doch jeder, scheint die herrschende Meinung zu sein, auch die Praktilette vom Zimmer den Gang runter. Genau so sehen die Inhalte dann oft genug aus. Im Gegenzug werden gelernte Fotografen/Autoren/Übersetzer von Verlagen behandelt wie Bittsteller. Also müssen wir alle lernen, uns selbst zu vermarkten. Und weil mein Buchprojekt auf facebook relativ schleppend anläuft, interessiert mich natürlich, wie andere Autoren Werbung für ihre Werke machen. Hier spricht zum Beispiel Margaret Atwood, die große alte Dame der kanadischen Literatur, auf der TOC (Tools of Change for Publishing) 2011:

(über Ich mach was mit Büchern)

Was soll das: Bücher gratis publizieren?

In Neue Wege on 19. März 2011 at 10:18

Seth Godin – und da ist er nicht der einzige – meint, dass Verlage jetzt endgültig abgewirschaftet haben (gefunden bei epublizisten):

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(über)


Uns Frauen verdreht man ja sooo leicht den Kopf

In Bisschen Spass muss sein, Konsum, Neo-Feminismus, Werbung on 23. Februar 2011 at 20:11

Die Feigheit der Frauen nennt Bascha Mika, ehemalige taz-Chefredakteurin, ihre Streitschrift, des Inhalts: wir würden aus Bequemlichkeit in alte Rollenmuster zurückfallen, aus Duckmäuserei hinter unseren Möglichkeiten zurückbleiben… yadda, yadda. Ich arbeite viel mit Frauen zusammen – und kenne keine einzige feige. Ich kenne nur Frauen, die ihren Job machen und versuchen, nebenbei noch ein wie immer geartetes Privatleben zu haben. Mag sein, dass ich den „Kontakt zur Basis“ verloren habe, weil es in meinem professionellen Umfeld keine Frauen gibt, wie Mika sie beschreibt. „Draußen im Lande“ existieren natürlich jede Menge dumme Frauen (übrigens nicht unbedingt im Niedriglohnsektor!), machen wir uns nichts vor. Auch auf sie zielt Werbung, die ja keine Erziehungs-Veranstaltung ist nach dem Motto: „Ts, ts, du wirst doch jetzt nicht wirklich diese It-Bag kaufen wollen – kümmer dich lieber um deine Karriere, Mädchen!“. Mich ärgert allerdings, wenn Kunden, gleich welchen Geschlechts, für blöd verkauft werden. Eins der (dank seiner Augenfälligkeit) harmloseren Beispiele der letzten Zeit ist das hier (via):

Wer hat mir den Kopf verdreht?

Nachtrag: Einer der frechsten Politiker-Spruchblasen der letzten Zeit stammt von einer Frau: „Die Entscheidung der Universität liegt auf der Linie dessen, was der Verteidingsminister vorgegeben hat. Sie macht also Sinn“, sagte Merkel, nachdem die Uni Bayreuth dem Lügenbaron den Titel aberkannt hatte (zit. nach AZ, 24.2.2011, S. 2). Der hat anscheindend die Macht total den Kopf verdreht… ist es das, was wir wollten?

Eigenwerbung: Das Buch-Experiment

In Neue Wege, Social Networking on 15. Januar 2011 at 20:47

Im letzten Sommer fand ich es spannend, wie Bernhard Jodeleit uns auf Facebook an der Entstehung seines Buchs teilhaben ließ. Ich hingegen hatte, als das Manuskript von Ich will hier weg, aber wohin? Lexikon der deutschen – und wenn wir schon dabei sind, überhaupt – Ärgernisse fertig war, es einfach meiner Agentin geschickt. Als wir von ein paar deutschen Großverlagen Absagen bekamen, war ich sauer. (Obwohl ich doch meiner Kundschaft ständig predige: Go digital, dear! Das ist ein bisschen wie bei der Hebamme, die, wenn sie ein Kind bekommen hat, bei sich selbst die post-partale Depression nicht erkennt.) Doch Wut macht erfinderisch – die ganze Geschichte mündete in einem Blog zum Buch. Irgendwann – meine Agentin hatte sich inzwischen totgestellt – dachte ich dann: Okay, machen wir’s auf die zeitgemäße Art und zeigen, wie wirksam Social Networking wirklich ist… Ich darf also vorstellen: Das Buch als Blog, häppchenweise. Die dazugehörige Facebook-Seite füttert die geneigte Leserschaft ebenfalls täglich, angefangen bei „Z“. Das Experiment läuft seit Jahresbeginn und gefällt bisher 17 Personen. „Like“ it?

Stolz und Vorurteil

In Journalismus, Kreativität on 11. Januar 2011 at 12:50

Da soll ich also etwas über Eat Pray Love schreiben. Mega-Bestseller. Ruft bei mir reflexartig den inneren Bewertungsteufel auf: Mädchenkram. Wohl nicht Pulitzer-verdächtig. Obwohl, bei den Amis weiß man nie. Und ja, alle meine Freundinnen haben das Buch gelesen, waren in dem Film, yadda, yadda. Dann beginne ich mit der Recherche und stoße auf diesen TED-Talk der Autorin:

Ha, Vorurteile (mehr dazu gibt’s demnächst bei Ich will hier weg, aber wohin?). Elisabeth Gilbert, eine nervöse Blonde ganz in Schwarz, hat eine so kluge und angenehme Art, über Kreativität zu sprechen – über Daimon und Genius, über Erfolg und Tom Waits, dass ich auch für meine eigene Arbeit einiges mittnehmen kann. Unter anderem dies: Wie die bildgebenden Verfahren die Hirnforschung verändern (ein großer Vergleich, ich weiß – lass mich ausreden), so verändern Internet und Social Media die Arbeit von uns Publizisten, Autoren, Textern. Vorgefasste Meinungen sind nicht mehr so leicht zu halten, wenn sie durch „persönliches Anschauung“, und wenn sie nur am Bildschirm passiert, gleich entwaffnet werden… Versuch mal, über diese Bestseller-Autorin abzulästern, nachdem du ihre Wärme, ihren Witz und ihre Weisheit in Aktion gesehen hast. Duh.

Nachtrag: Das Video funktioniert nicht, also versuchen wir’s mit dem Link.

Wo Ideen Sex haben können

In Kreativität, Neo-Feminismus, What's cool on 6. Oktober 2010 at 14:35

Gute Ideen brauchen Zeit, um sich zu entwickeln, sagt Steven Johnson, Verfasser von Die neue Intelligenz. Warum wir durch Computerspiele und TV klüger werden. Und gute Ideen brauchen Räume, in denen sie Sex haben können – denn die wirklich großen Sachen, so Johnson,  seien im Team oder innerhalb eines Netzwerks entstanden: Eine Person hatte eine halbe gute Idee, irgendwann hatte eine andere Person die zweite Hälfte dazu – und Bingo! Aktuellster Beleg für diese These ist „Social Network“ – Zuck wäre solo wahrscheinlich nicht so schnell so weit gekommen mit seiner Idee. Früher gab es (Frei-)Räume für Kreativität zum Beispiel in Kaffeehäusern, heute in Bürokantinen und im Internet… Johnsons neues Buch Where Good Ideas Come From ist gerade erschienen, und die Werbung dafür im bewährten RSA Animate-Stil ist ziemlich cool:

Alles sehr tröstlich für Werbetexter im stuck state, oder für Neo-Feministinnen, die an der schleppenden Umsetzung der guten Idee, dass Männer und Frauen doch eigentlich sinnvoll zusammen arbeiten könnten, schier verzweifeln möchten… Sehen Sie dazu auch Johnsons TED Talk vom Sommer 2010 zum Thema „Chance Favoures the Connected Mind„.

An diesen Autor erinnert hat mich übrigens ein Post auf feminnovation (schon klar, dass ich auf so einen Namen anspringe).

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